Allgemeine Geschäftsbedingungen
AGB der QSP GmbH für die Nutzung des Software-as-a-Service-Angebots „Saldra“. Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern (B2B).
Stand: Juli 2026
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der QSP GmbH („Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung des Dienstes Saldra. Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB; Verbraucher sind von der Nutzung ausgeschlossen.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Vertragsgegenstand & Leistungen
Der Anbieter stellt Saldra als cloudbasierte, modulare Warenwirtschafts- und Buchhaltungssoftware über das Internet zur Nutzung bereit („Software as a Service“). Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Leistungsbeschreibung sowie den gebuchten Modulen.
Der Anbieter entwickelt den Dienst laufend weiter und darf Funktionen anpassen, erweitern oder ersetzen, solange der vertraglich vereinbarte Kernnutzen erhalten bleibt.
3. Vertragsabschluss
Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Arbeitsbereichs bzw. der Bestätigung der Registrierung zustande. Der Anbieter kann den Start ohne Angabe von Gründen ablehnen.
4. Verfügbarkeit & Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit des Dienstes, sichert jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Ausgenommen sind insbesondere Zeiten für notwendige Wartung, Updates sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. höhere Gewalt, Ausfälle von Vorleistern, Internetstörungen). Planbare Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten gelegt.
5. Preise & Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Preise. Sofern nicht anders angegeben, verstehen sich alle Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Abrechnung erfolgt monatlich je gebuchtem Modul.
Die Zahlung erfolgt nach Rechnungslegung per Überweisung; ein externer Zahlungsdienstleister wird nicht eingesetzt. Rechnungsbeträge sind binnen 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen zu verrechnen und den Zugang nach angemessener Mahnung zu sperren.
Preisänderungen teilt der Anbieter mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden und kündigt er nicht, gilt die Änderung als angenommen.
6. Pflichten des Kunden
Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er ist für sämtliche über sein Konto eingegebenen Inhalte und Daten selbst verantwortlich und stellt sicher, dass deren Nutzung nicht gegen Rechte Dritter oder geltendes Recht verstößt.
Der Kunde ist hinsichtlich der von ihm eingegebenen personenbezogenen Daten Dritter datenschutzrechtlich Verantwortlicher und trifft die dafür erforderlichen Rechtsgrundlagen und Informationspflichten selbst.
7. Laufzeit & Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende des jeweils laufenden Kalendermonats in Textform (z. B. per E-Mail) gekündigt werden. Bereits im Voraus bezahlte Entgelte werden nicht anteilig rückerstattet.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug oder erheblicher Verletzung dieser AGB durch den Kunden vor.
8. Datenschutz & Auftragsverarbeitung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, geschieht dies auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags nach Art. 28 DSGVO, der Bestandteil dieses Vertrags ist.
9. Datenexport & Löschung nach Vertragsende
Der Kunde ist für die Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich und kann seine Daten während der Vertragslaufzeit exportieren. Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten für einen angemessenen Zeitraum zum Export bereit und löscht sie anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
10. Gewährleistung
Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers. Der Kunde erkennt an, dass Software nach dem Stand der Technik nicht völlig fehlerfrei sein kann; unerhebliche Beeinträchtigungen gelten nicht als Mangel. Der Anbieter behebt gemeldete, reproduzierbare Mängel innerhalb angemessener Frist. Die gesetzliche Gewährleistung wird im gesetzlich zulässigen Rahmen auf die Nacherfüllung beschränkt.
11. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht und der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Im gesetzlich zulässigen Umfang ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit je Schadensfall auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten gezahlten Entgelte begrenzt. Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Datenverlust ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen; für Datenverlust haftet der Anbieter nur bis zu dem Aufwand, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
12. Nutzungsrechte
Sämtliche Rechte an der Software und den zugehörigen Inhalten verbleiben beim Anbieter. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung des Dienstes. An seinen eigenen eingegebenen Daten behält der Kunde sämtliche Rechte.
13. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder den Leistungsumfang erforderlich ist. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge wird in der Mitteilung hingewiesen.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht in Ried im Innkreis.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform.
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